Mittlerweile beschäftigen sich Literatur, akademische Lehre und immer intensiver vor allem auch die Praxis mit einer Vielzahl von Managementsystemen, welche die Unternehmensführung bei ihren täglichen Steuerungsaufgaben mit Informationen versorgen und zu Handlungen anleiten sollen. Dazu zählen u.a. Qualitätsmanagement-, Risikomanagement- und Prozessmanagementsysteme.
Nach unserem Verständnis sind aber ebenso alle Systeme und Werkzeuge des Controllings und der Unternehmenssteuerung wie beispielsweise auch die Balanced Scorecard von Relevanz.
Auch die ERP- und Business Intelligence Lösungen im Unternehmen unterstützen nicht nur die Funktionalität eben dieser Systeme, sondern stellen im Idealfall selbst Werkzeuge für die Sammlung, Aggregation und Aufbereitung entscheidungsrelevanter Daten und somit an sich Managementsysteme dar.
Selten haben Unternehmen heute bereits alle genannten Systeme im Einsatz, doch jedes Unternehmen arbeitet zumindest mit einigen davon bzw. plant die Einführung zusätzlicher Managementsysteme.
Die Unternehmensführung steht dabei vor der Herausforderung zu entscheiden, welche Managementsysteme eingeführt, in Betrieb genommen und ausgebaut werden sollen. Denn: Keines dieser Systeme ist generell wichtiger oder weniger wichtig als das jeweils andere. Jedes System findet seine Berechtigung, abhängig von den Bedürfnissen des Unternehmens, in unterschiedlichen Situationen. Jede unternehmerische Entscheidung erfordert andere Informationen und Werkzeuge, welche ein bestimmtes System bereitstellt.
Eine zweite Herausforderung ergibt sich daraus, dass aus der Vielzahl der Systeme die Gefahr einer Datenflut resultiert und diese Daten möglicherweise zusätzlich Inkonsistenzen aufweisen. Die Unternehmensführung muss dabei entscheiden, welche Daten in welcher Aufbereitung sie tatsächlich für die Steuerung des Unternehmens heranzieht.
Daraus lassen sich zwei zentrale Empfehlungen ableiten:
1. Der Aufbau, Betrieb und Ausbau der Managementsysteme muss Gegenstand organisationsstrategischer Überlegungen sein.
Die Auswahl der benötigten Managementsysteme sollte deshalb nicht kurzfristig und anlassbezogen, sondern im Rahmen einer längerfristigen Systemplanung getroffen werden. Das Unternehmen entscheidet dabei auf Basis der Geschäftsstrategie, seiner Kernkompetenzen und immer mit Blick auf die Kundenanforderungen: Welche Daten werden künftig für die Unternehmenssteuerung notwendig sein und aus welchen Systemen werden diese Daten gewonnen?
2. Die einzelnen Systeme müssen konvergent, integriert und harmonisiert betrieben werden.
Eine Harmonisierung der Managementsysteme ist u.a. dann erreicht, wenn den Systemen eine einheitliche Datenbasis zugrunde liegt und die Schnittstellen zwischen den Systemen klar definiert und gemanagt werden. Die Anwendbarkeit des jeweiligen Systems muss eindeutig abgegrenzt sein, und die Business Intelligence Lösung kann so aus allen Systemen die relevanten Daten bereitstellen. Viele Business Intelligence Lösungen bieten dazu heute in so genannten Management Cockpits die Möglichkeit, die individuell wichtigsten und persönlich ausgewählten Daten auf einen Blick zusammen zu fassen – unabhängig von der Systemherkunft.
Diese Forderungen sollte ein Unternehmen unbedingt berücksichtigen, um seine Systeme zielgerichtet zu organisieren, an der jeweils strategisch optimalen Stelle zu optimieren und über verlässliche Daten für Entscheidungen zu verfügen.
Freilich wurde jedoch in dieser Betrachtung der Fokus auf den Aspekt der Daten- und Informationslieferung gelegt - für eine vollständige Harmonisierung der Managementsysteme müssen aber auch Organisation und Führung entsprechend ausgerichtet werden.
TPA Horwath berät Unternehmen bei der Harmonisierung und dem bewussten Auf- und Ausbau Ihrer Managementsysteme sowie der Abbildung in einer Business Intelligence Lösung.
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